## ANDREAS DORAU & TONGRUPPE HAMBURG WEST – Die Gelsenkirchen-Protokolle
Was geschieht mit einer Stadt, wenn sie für wenige Tage zum Mittelpunkt der Welt wird? Mit den Gelsenkirchen-Protokollen entwickeln Andreas Dorau und die Tongruppe Hamburg West ein dokumentarisch-musikalisches Live-Hörspiel über ein außergewöhnliches Kapitel jüngerer deutscher Gegenwart. Im Juli 2024 reisten innerhalb von drei Tagen fast 200.000 Menschen nach Gelsenkirchen, eine Stadt mit rund 260.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Anlass waren drei ausverkaufte Konzerte von Taylor Swift. Für kurze Zeit wurde aus Gelsenkirchen „Swiftkirchen“. Hotels waren ausgebucht, Sonderzüge eingesetzt, Straßenzüge umbenannt und internationale Medien berichteten aus einer Stadt, die sonst nur selten im Zentrum weltweiter Aufmerksamkeit steht. Die Gelsenkirchen-Protokolle sind jedoch kein Stück über Taylor Swift. Im Mittelpunkt steht die Stadt selbst: ihre Bewohnerinnen und Bewohner, ihre Infrastruktur, ihre Sicherheitskonzepte, ihre mediale Inszenierung und die Frage, wie ein globales Kulturereignis den Alltag eines Ortes verändert. Grundlage des Stücks sind Zeitungsrecherchen, dokumentierte Beobachtungen, Gespräche und kulturwissenschaftliche Texte. Daraus entsteht ein vielstimmiges Hörspiel für die Bühne, in dem Reportage, dokumentarisches Theater und experimentelle Pop-Musik ineinandergreifen. Stimmen werden zu Rhythmus, Alltagsbeobachtungen zu musikalischem Material und dokumentarische Fakten zu einer akustischen Komposition.
Gefördert vom Musikfonds e.V. mit Projektmitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.